Executive Summary
- Benchmarks messen allgemeine Fähigkeiten, nicht die Eignung für einen bestimmten Prozess.
- Betriebliche Kriterien wie Verfügbarkeit und Verarbeitungsort wiegen in der Auswahl oft schwerer.
- Nächster Prüfschritt: einen eigenen kleinen Testsatz aus echten Fällen des Fachbereichs aufbauen.
Was ist passiert?
Die Zahl verfügbarer Modelle wächst weiter, ebenso die Zahl der Ranglisten, die sie vergleichen. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass Unterschiede zwischen führenden Modellen für viele Standardaufgaben geringer ausfallen als die Unterschiede in Anbindung, Kosten und Betriebsbedingungen.
Anbieterangaben sind hier als Herstellerperspektive zu lesen und ersetzen keine eigene Prüfung.
Warum ist das relevant?
Für die Auswahl heisst das: ein eigener Testsatz aus zwanzig bis fünfzig echten Fällen des jeweiligen Fachbereichs ist aussagekräftiger als jede öffentliche Rangliste.
Zusätzlich zählen Fragen, die in Benchmarks nicht vorkommen: Wo werden die Daten verarbeitet? Wie stabil ist das Verhalten über Modellversionen hinweg? Was kostet der Betrieb bei realistischer Nutzungsmenge?
Was bedeutet das für den Mittelstand?
Für mittelständische Unternehmen ist der Wechselaufwand der relevanteste Kostenfaktor. Eine Architektur, die den Anbieterwechsel offenhält, ist wertvoller als die letzten Prozentpunkte Modellqualität.
Passend dazu: KI-Reifegrad-Check
Empfehlung von Future AI Solutions
Bauen Sie einen kleinen, fachlich echten Testsatz auf und halten Sie ihn über Modellwechsel hinweg konstant.
Prüfen Sie den Verarbeitungsort und die Auftragsverarbeitung, bevor produktive Daten fliessen.